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Richtig oder Falsch: Auf der Autobahn muss man mindestens 60km/h fahren

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Falsch.

Hä? Aber in den Theoriebögen steht das doch?!

Wenn Wetter und Verkehr es zulassen, sollte man auf der Autobahn schneller als 60km/h fahren.
Wenn Wetter und Verkehr es zulassen, sollte man auf der Autobahn schneller als 60km/h fahren.

Nicht ganz, die Frage lautet „Wie hoch muss die bauartbedingte Geschwindigkeit sein, wenn man die Autobahn oder eine Kraftfahrstraße benutzen will?“. Wenn du dir als Antwort „schneller als 60km/h“ gemerkt hast, liegst du auch ganz richtig. Gefragt wird aber nicht nach der Mindestgeschwindigkeit, sondern nach den bauartbedingten Voraussetzungen. Die findest du im Fahrzeugbrief/-schein.

Darf dein Roller, Motorrad oder Auto überhaupt so schnell fahren? Wenn eine Höchstgeschwindigkeit von mindestens 61 km/h in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist, darfst du mit deinem Fahrzeug auf die Autobahn. 

Wie schnell du fährst, kannst du aber selbst entscheiden. Dabei spielen Wetter und Verkehrslage eine wichtige Rolle. Problematisch wird deine Geschwindigkeit erst, wenn du durch langsames Fahren andere Verkehrsteilnehmer behinderst oder gefährdest. Wer sich also mit 130 km/h nicht sicher fühlt, kann beruhigt langsamer fahren. Denn deine Sicherheit geht vor.  
Übrigens: Brummis (40 t) dürfen höchstens 80 km/h fahren.

Trinkst du hart, nimm das Rad

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Warum betrunken Fahrrad fahren den Führerschein kosten kann

Ok, wer Alkohol trinkt, sollte nicht Auto fahren. Macht ja auch Sinn. Aber trotzdem muss man ja von der Party wieder nach Hause kommen. Da ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Wahl – geht schnell und die kühle Nachtluft macht wieder ein bisschen klar im Kopf.

Aber wenn jetzt trotzdem was passiert? Als Fahrradfahrer ist doch fein raus, oder? Falsch! Wer denkt dass betrunken Rad fahren keine Konsequenzen hat, irrt. Auch wenn man den kleinen Kratzer am Nachbarsauto kaum sieht – wer mit 1,6 Promille oder mehr auf dem Rad erwischt wird, begeht eine Straftat. Obwohl man das Auto pflichtbewusst stehen gelassen hat, ist man bei diesem Promillepegel für sich und andere Verkehrsteilnehmer ein Risiko. Ab 1,6 Promille muss man sogar zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung, kurz MPU. Und wer dort durchfällt, verliert sogar seine Fahrerlaubnis.

Für Fahranfänger gilt in der Probezeit oder bis zum vollendenten Alter von 21 Jahren die 0,0-Promille-Regel und das Auto wird daher sowieso oftmals zu Hause gelassen. Dennoch ist es sicherer im Notfall Geschwister, Freunde oder Eltern aus dem Bett zu klingeln, anstatt den Führerschein zu riskieren. Selbst eine Taxifahrt ist günstiger, als eine MPU und eine erneute Führerscheinprüfung.

Darf ich bei Stau über den Seitenstreifen bis zur nächsten Ausfahrt fahren?

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Image by Gerhard G. from PixabayNein! Der Seitenstreifen muss für Pannen und Unfälle freigehalten werden. Wer ihn trotzdem benutzt um schneller zu sein, muss mit 75 € Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Nur wenn die Spur extra freigegeben ist, darf sie auch benutzt werden. Dies geschieht entweder durch die Polizei oder durch eine zusätzliche Beschilderung.

 

Wer auffährt ist immer Schuld. Oder?

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Unfall Stimmt nicht immer. Zwar sollte man genug Abstand zwischen sich und dem vorderen Autos lassen, manchmal lässt sich ein Auffahrunfall trotzdem nicht vermeiden. Zum Beispiel wenn man (absichtlich) ausgebremst wird oder wenn der Vordermann rückwärtsfährt. Schwierig wird es hinterher, wenn man den ungewöhnlichen Fall beweisen muss. Beste Chancen hat man dann mit Aussagen von Zeugen, die den Vorfall bestätigen können.

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Ich habe aus Versehen ein parkendes Auto leicht angefahren. Reicht ein Zettel an der Windschutzscheibe?

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Unfallflucht

Egal ob es nur ein kleiner Lackschaden oder eine winzige Delle ist: Einen schnell gekritzelten Zettel unter den Scheibenwischer klemmen reicht leider nicht.

Wer ein parkendes Fahrzeug anfährt, muss den Geschädigten informieren. Den der Zettel kann verloren gehen, daher muss man auf den Fahrer warten oder die Polizei verständigen. Die kommt entweder vorbei oder nimmt den Fall auf.

Wer nicht beim Fahrer oder bei der Polizei Bescheid gibt, begeht Unfallflucht! Diese Straftat kann  zum Verlust des Versicherungsschutzes führen, also nicht schnell wegfahren und hoffen, dass es keiner gesehen hat.

Apps – Gebrauchtwagen finden

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Die Dekra App listet zu Fahrzeugen häufige Mängel auf.
Die Dekra App listet zu Fahrzeugen häufige Mängel auf.

Apps gibt’s ja mittlerweile für jede Lebenslage. Und auch im Bereich Auto und Fahren gibt es einige spannende Programme, die wir euch in nächster Zeit vorstellen werden.

Prüfung bestanden? Herzlichen Glückwunsch! Dann fehlt ja eigentlich nur noch ein eigenes Auto. Aber woher nehmen wenn nicht stehlen? Die meisten werden sich erst Mal ins Familienauto setzen. Wer aber schon Geld zur Seite gelegt hat, kauft sich einen Gebrauchtwagen. Doch welche Marken und Modelle sind besonders zuverlässig und gibt es eigentlich Schäden, die bei einem Fahrzeugtyp immer wieder auftreten? Der Dekra Gebrauchtwagen Report listet in seiner App Mängelprofile für Gebrauchtwagen nach gefahrenen Kilometern auf. Mit welchen Problemen und Reparaturen muss nach 50.000, 100.000 oder 150.000 gefahrenen Kilometern  gerechnet werden? Außerdem zeigt die App, wie gut sich bestimmte Fahrzeugteile bei der Langzeitnutzung halten. Praktisch ist die Darstellung der häufigsten drei Mängel des Fahrzeugtyps. So erhält man schnell einen Überblick, welche Reparaturen mal anfallen könnten, wie sicher der Wagen ist und bekommt eine Entscheidungshilfe beim Kauf.

Kosten: kostenlos
Positiv: gute Informationsquelle für einen ersten Überblick
Negativ: für mehr Details und ältere Modelle muss dann doch noch zusätzlich recherchiert werden
Außerdem: Die App gibt’s auch für Motorräder

Die App bei Google Play
Die App im App Store

BOOM!

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Scheinbar kommt kein Actionfilm ohne explodierendes Auto aus. *gluckgluckgluck*, ein bisschen Benzin auf die Straße schütten, eine Zigarette oder ein Feuerzeug dazu werfen, et voilà: Das Auto explodiert dramatisch und gefährlich. Aber stimmt das wirklich?

Es stimmt zwar, dass Benzin brennt und sich Flammen besonders schnell ausbreiten, doch schon die Rauchbildung dauert 5 bis 10 Minuten. Aber reicht das tatsächlich schon für eine kinoreife Explosion?

Wer Physik langweilig findet, kann den Absatz überspringen.  Wer auf der nächsten Party mit unnützem Wissen angeben will, liest weiter. Benzin kann nur explodieren, wenn ein Überdruck herrscht. Überdruck entsteht, wenn in einem Gefäß mehr Gas als Platz vorhanden ist. Im Fall vom Benzin bedeutet das: Verbranntes Benzin erzeugt Gas, dass sich immer weiter ausdehnt. Der Tank  füllt sich solange mit Gas, bis kein Platz mehr vorhanden ist. Dann gibt’s nur noch eine Lösung: Raum schaffen. BOOM! Es kommt zur Explosion. (Das wäre mal ein höchst anschaulicher Versuch für den Physikunterricht. Sagt mal jemand Herr Volpert Bescheid!) Konstruktionsbedingt wird der Druck im Tank aber abgelassen, sobald es gefährlich wird. (Das Auto hätte sich wohl nie durchgesetzt, wenn man ständig Angst haben müsste, in die Luft zu fliegen – siehe Hindenburg.) So kann gar kein Überdruck entstehen. Kein Überdruck, keine Explosion.

Obwohl ein brennendes Auto ungefährlich ist, sollte ein Brand schnell gelöscht werden. Denn durch die Rauchentwicklung können andere Verkehrsteilnehmer abgelenkt werden und weitere Unfälle entstehen.

Ein Auto kann also brennen, aber nicht explodieren. Das ist erstmal eine gute Nachricht, denn so kann man sich einem brennenden Unfallwagen nähern um mit einem Feuerlöscher die Flammen zu ersticken und eingeschlossene Menschen retten (und hat auch gleich eine Gelegenheit seinen Erste-Hilfe-Kurs anzuwenden. Man muss ja alles positiv sehen).

Versicherungstechnisch ist noch interessant, dass nur durch Brände verursacht durch die Elektrik,  von der Teilkasko übernommen werden. Wenn durch eine undichte Benzinleitung im Motorraum (merkt man am Benzingeruch IM Auto) ein Brand entsteht, zahlt die Versicherung nicht.

Also: Autos, auf die geschossen wird oder die angezündet werden, explodieren nicht – es sei denn sie haben Sprengstoff dabei (deshalb öfters mal die Handschuhfächer schauen).